Buchgeburtstag: Zehn Jahre „Quest – die Sehnsucht nach dem Wesentlichen“

Am 20. Oktober 2004 erschien die erste Auflage von Martin Weiss Buch „Quest – die Sehnsucht nach dem Wesentlichen“. Ein zehnjähriges Buch-Jubiläum ist im doch eher schnelllebigen Buchmarkt keine Selbstverständlichkeit und deshalb soll dieser runde Geburtstag gebührend gefeiert werden. Als Verlag tun wir das, indem wir in diesem Jahr die E-Bookausgabe herausbringen werden.

Im im ersten Teil des folgenden Interview unterhalte ich mich mit Martin über die zurückliegenden zehn Jahre. Ich erfahre, dass schon bei Fünftklässlern das Thema Berufung eine Rolle spielt. Der Wandel vom „Arbeitsamt“ zur „Agentur für Arbeit“ zeigt sich zumindest darin, dass Visionen und Herzenswünsche inzwischen bei der Berufswahl wichtig genommen werden. Die eigene Berufung zu finden ist inzwischen zu einem „Königsthema“ geworden. Das war 2004 noch nicht so sehr der Fall.

Wie hat sich der Vermittlungsprozess der Quest-Inhalte verändert? Mit dieser Frage steigen wir in den zweiten Teil des Interviews ein. Nicht die Berufung herauszufinden ist schwierig, sondern die Umsetzung. Martin erläutert den „Schmetterlingsfaktor“ und berichtet über das Quest-Gründercamp.

 

„Wie wird Quest sich in den nächsten 10 Jahren entwickeln?“ Das Thema Berufung wird keine große Rolle mehr spielen, meint Martin zu Beginn des dritten Teils des Interviews. Gesellschaftliche und politische Themen werden mehr in den Fokus rücken.

E-Book News

Jetzt auch MOBI auf https://junfermann.e-bookshelf.de/

Vor fast genau zwei Jahren begann alles. E-Books fragte sich so mancher, was ist das und wie funktioniert das. Wir selber haben im Verlag lange darüber diskutiert, welche Formate wichtig sind, welche Reader, Tablet-PCs, Smartphones  oder PCs wir bedienen möchten, und wie wir es unseren Kunden so einfach wie möglich machen können.

Einfach machen war nicht einfach! Doch eins stand für uns von Anfang an fest. Wir möchten unsere E-Books einem möglichst großen Kundenkreis ermöglichen, der nicht erst einen ausgewachsenen Computerkurs belegen muss, um ein E-Book zu lesen. Deshalb verzichteten wir von Anfang an, als einer der wenigen Verlage überhaupt,  auf ein hartes DRM (Kopierschutz).

Und nun, zwei Jahre später haben wir bereits über 80 E-Books lieferbar. Tendenz steigend!

Neuerdings bieten wir neben den bereits vorhandenen Formaten EPUB und PDF auch das für den Kindle Reader so wichtige Format MOBI auf unserer Website an. Die Dateiformate EPUB und MOBI sind dazu besonders nutzerfreundlich: Sie können die Schriftgröße Ihren Bedürfnissen anpassen, Weblinks im Text führen Sie per Klick direkt auf die gewünschte Internetseite, und die Dateigröße ist so komprimiert das sie wenig Speicherplatz benötigt.

Sollten Sie weiterführende Informationen rund um das Thema E-Books benötigen, so schicke ich Ihnen gerne eine kostenlose Broschüre zu. Mailen Sie mir an linden@junfermann.de

Das 50. E-Book

Dem Newsletter der lesenswerten Seite E-Book-News.de vom vergangenen Freitag entnehmen wir den Hinweis auf die Ergebnisse der neuesten im so langsam unüberschaubar werdenden Gewirr von E-Book-Studien. Verantwortlich zeichnet wiederum die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), die im Auftrag des Börsenvereins des deutschen Buchhandels und der Musikindustrie die „Digitale Contentnutzung 2012“ untersucht hat. Zwei Aspekte fallen auf: zum einen, dass die Nutzung illegaler und im Allgemeinen kostenfreier Angebote beim E-Book weitaus weniger dramatisch ausfällt, als dies für Musik und vor allem für Filme gilt (wenngleich solche Angebote nach wie vor existieren: wir selbst sahen uns erst in der vergangenen Woche wieder mit der ärgerlichen Aufgabe konfrontiert, illegale Digitalisierungen unserer Bücher von legalen Plattformen, welche illegale Angebote machen, entfernen zu lassen – kein leichtes Unterfangen). Zum anderen sticht das Ergebnis ins Auge, dass immerhin etwa die Hälfte der Leser elektronischer Bücher mit dem Angebot noch nicht zufrieden ist. Hierbei spielt vor allem die berechtigte Klage über die noch immer zu wenig breite Auswahl eine Rolle. Die Leser finden einfach zu wenige der von ihnen gesuchten Publikationen als legale, kostenpflichtige Downloads, und hier sind die Verlage allerdings in der Pflicht.

Auch Junfermann bietet natürlich längst nicht alle lieferbaren Titel in elektronischer Form an – die oftmals schwierige Klärung elektronischer Rechte und das Verhältnis von Investition und Nachfrage sorgen immer noch dafür, dass der Ausbau des E-Book-Programms alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist. Umso mehr sind wir stolz darauf, dass wir ein gutes Jahr nach dem Start unseres elektronischen Angebots das halbe Hundert voll haben und vor kurzem unser 50. E-Book über die einschlägigen Partner verfügbar machen konnten. Es handelt sich um Gerlinde Ruth Fritschs Gefühls- und Bedürfnisnavigator, ein psychotherapeutisches Buch, das Patienten bei der Wahrnehmung ihrer eigenen Gefühle und Bedürfnisse unterstützt.

Wir freuen uns über das Erreichen dieser Marke und werden als Nächstes die 100er-Schwelle in den Blick nehmen. Von unseren aktuellen Neuerscheinungen erscheinen 90 Prozent parallel zur Druckversion als E-Book und auch die Backlist wird Zug um Zug digitalisiert. Wenn Sie ein bestimmtes Junfermann-Buch in elektronischer Form vermissen – teilen Sie es uns mit!

Wie entsteht ein E-Book? – Die BücherFrauen besuchen Junfermann Druck & Service

Mit welchen Endgeräten kann man E-Books lesen? Welche Reader sind gut, welche weniger? Und wie entstehen überhaupt E-Books? Welche Dateiformate gibt es und wie sieht der Workflow bei der Erstellung eines E-Books aus?

Mit diesen Fragen im Gepäck waren die BücherFrauen der Regionalgruppe Bielefeld/OWL nach Paderborn gereist. Birgit Hummel von Junfermann Druck & Service hatte sich gut auf den Besuch vorbereitet und gleich zum Einstieg eine Reihe von Lesegeräten bereit gelegt. Sie erläuterte die unterschiedlichen Gruppen:

 

Womit kann man E-Books lesen?

E-Book-Reader wie beispielsweise der Kindle, der Oyo oder der Sony-Reader sind kleine handliche Geräte, die durch ihre spezielle E-Ink-Technologie sehr augenfreundlich sind und relativ wenig Strom verbrauchen (wenn man Glück hat, hält der Akku den ganzen Urlaub!). Das Display ist recht klein und momentan können diese Geräte noch keine Farben darstellen. Doch die Entwicklung geht weiter und in den USA kommen wohl bald die ersten farbtauglichen Reader auf den Markt.

Tablet-PCs wie das iPad haben ein größeres Display, können Farben darstellen und haben einen komfortablen Touchscreen. Allerdings ist so ein Ding auch etwas schwerer, es frisst mehr Strom, was u.a. an der Hintergrundbeleuchtung liegt. Deshalb ist ein Tablet auchnicht so schön blendungsfrei wie die kleineren Reader.

Dann könne man mit einer speziellen Reader-Software natürlich E-Book-Dateien auch an jedem PC lesen. Ja, und mit einem Smartphone grundsätzlich auch. „Du liebe Güte, auf so einem kleinen Display? Das kann doch keinen Spaß machen!“ – kommt ein Einwurf aus dem Publikum.

Und dann wird probiert … Auf den meistens Readern befinden sich EPUB-Dateien. Die Schriftgröße kann nach Wunsch angepasst werden und auch der Schriftfond. Und je nachdem, welche Einstellung man wählt, ändert sich der Seitenumbruch. PDF-Dateien haben diese Flexibilität nicht und bei einem kleineren Display muss man u.U. ganz schön scrollen.

 

Wie werden E-Books erstellt?

Junfermann Druck & Service erstellt E-Books für den Junfermann Verlag. Mittlerweile erscheinen fast alle Neuerscheinungen des Verlages – ca. 80 – 90 % – parallel als E-Book. Das ist eine sehr hohe Quote, denn laut einer aktuellen Studie des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels erscheinen bislang nur ca. 40 % aller Novitäten in Deutschland auch als E-Book.

Bei Neuerscheinungen werden E-Books gleich mitgeplant. Der Satz wird in Adobe InDesign erstellt und das EPUB-Format für das E-Book lässt sich direkt aus diesen Daten generieren. – Die anwesenden BücherFrauen können sich am Rechner anschauen, wie das funktioniert. Für das Amazon-Format Mobipocket ist ein – überschaubarer – Mehraufwand erforderlich. Doch auch Titel aus der Junfermann-Backlist wurden und werden als E-Books aufbereitet. Hier war der Aufwand erheblich größer, denn z.T. sehr alte Datenbestände müssen bearbeitet und aufbereitet werden.

Inzwischen bietet der Junfermann Verlag 50 E-Book-Titel an. Vor ca. einem Jahr sind die ersten Dateien online gestellt worden und in diesem doch recht kurzen Zeitraum sei ganz schön viel geschafft worden, berichtet Birgit Hummel. Die ersten Vorüberlegungen wurden vor etwa zwei Jahren angestellt. Anfang 2011 ging es dann an die Bearbeitung von Marshall Rosenbergs Buch „Gewaltfreie Kommunikation“. Man habe sich dieses Buch nicht nur vorgenommen, weil es der absolute Bestseller des Verlages sei. An diesem Beispiel konnte ausprobiert werden, wie man Tabellen, Grafiken, Marginalspalten etc. für ein E-Book umsetzen kann. Also zu Beginn gleich ein ganz schön harter Brocken … Sie habe sich mehr oder weniger alles selbst – Learning by Doing – erarbeiten müssen, sagt Birgit Hummel. Für einige Arbeitsschritte braucht man spezielle Tools; auch diese zu finden sei nicht immer ganz einfach gewesen. Und wie sieht es mit Weiterbildungen aus? Gerade ist ein interessantes Seminar abgesagt worden, weil sich nicht genügend Teilnehmer angemeldet hatten. Dabei sei das Angebot für wirklich praxisorientierte Weiterbildungen alles andere als üppig. Überblicks- und Einstiegsveranstaltungen gibt es, aber wenn es in die Tiefe gehen soll, um ganz konkrete Probleme in der Umsetzung, dann muss man schon sehr suchen. Auch mangelt es an Erfahrungsaustausch. Es gibt kein Forum, das Kolleginnen und Kollegen aus ähnlichen Arbeitsfeldern ermöglicht, ihr Wissen zu teilen. – Könnten da nicht auch die BücherFrauen gefordert sein, als berufliches Netzwerk in der Buchbranche?

 

Bleibt zum Abschluss noch die Frage: Werden die BücherFrauen künftig eher gedruckte Bücher lesen? Oder haben E-Books nicht doch ihre Vorzüge? Abschließend lässt sich die Frage nach diesem Abend sicher nicht beantworten. Aber immerhin hat sich eine der anwesenden Frauen gerade einen Tablet-PC gekauft …

 

Die BücherFrauen sind ein berufliches Netzwerk, in dem Frauen aus allen Bereichen der Buchbranche organisiert sind. Mehr Informationen gibt es unter www.buecherfrauen.de.

 

E-Books zu teuer?

Kräftig geraschelt hat es diese Woche in der deutschen Zeitungslandschaft. Alle großen, überregionalen Zeitungen beschäftigen sich mit dem Thema E-Books. Anlass ist die Vorstellung der jüngsten Marktstudie durch den Börsenverein des deutschen Buchhandels. In der Folge haben sich diverse Wirtschafts- und Feuilletonredakteure, so etwa der Süddeutschen und der FAZ, des Themas angenommen. Herausgefunden wurde dabei zum Beispiel, dass Amazon ein wichtiger und mächtiger Marktteilnehmer ist. Und dass man anlässlich des Themas trefflich auf die Buchbranche einprügeln kann, denn schließlich sei sie weitgehend taten- und ideenlos und laufe folglich Gefahr, bei der Digitalisierung des Buchmarkts all die Fehler zu reproduzieren, welche die Musikbranche schon vor ihr gemacht habe.

Ohne nun detailliert auf die Marktstudie und deren Aussagekraft eingehen zu wollen, erscheinen zwei Aspekte als erwähnenswert, auf die sich die Kommentatoren konzentrieren:

Erstens: Kunden wollen eine für sie technisch einfache und komfortable Lösung. Hier ist unbedingte Zustimmung am Platze. Dazu gehört auch ein Verzicht auf proprietäre Lösungen und hartes DRM. Wer einmal versucht hat, allein den Registrierungsprozess für DRM bei einem der führenden Anbieter zu absolvieren, weiß, dass dies keinem Kunden ernsthaft zuzumuten ist. Das Risiko, dass E-Book-Dateien privat zirkulieren, ist nicht auszuschließen und die Branche tut gut daran, das gar nicht erst zu versuchen. Wir bei Junfermann jedenfalls haben uns nach etlichen Tests und langen Diskussionen im vergangenen Jahr dazu entschlossen, unsere E-Books DRM-frei anzubieten. Wesentlicher Vorteil ist dabei, dass die Kunden, wenn sie eine E-Book-Datei bei uns erworben haben, diese wirklich besitzen und das heißt in keiner Weise in dem eingeschränkt werden, was sie damit tun. Das ist gut so und wir sind überzeugt davon, dass unsere Leserinnen und Leser dieses Angebot zu schätzen wissen.

Zweitens: Wichtiger scheint indes die überall gebetsmühlenartig wiederholte Meinung, E-Books seien zu teuer. In diesem Punkt widerspreche ich entschieden. Die naheliegende Begründung dieser Meinung lautet ja, die Verlage hätten nun schließlich keine Druck-, Papier- und Lagerkosten mehr; als Kronzeugin wird neuerdings die Autorin Juli Zeh angeführt, die in einem Streitgespräch mit ihrem Verleger behauptet hat, bei Lesern würde durch kriminelle Preise von über 20 Euro die kriminelle Energie erst geweckt, sich bei illegalen Tauschbörsen zu bedienen. Beide Positionen sind gleichermaßen falsch. Die Produktion einer Neuerscheinung ist durch das E-Book bislang deutlich teurer, nicht billiger geworden: Druck-, Papier- und Lagerkosten fallen wie ehedem an (da die Verkaufszahlen von E-Books bislang keinerlei nennenswerte Reduzierung der Auflage bei der Printversion rechtfertigen), hinzu kommen Kosten für Konvertierung, Qualitätskontrolle (beide nicht unerheblich, wenn man auf Qualität tatsächlich achtet und keine dubiosen Schattenarbeitsmärkte in Schwellenländern subventionieren will) sowie der Aufwand der Belieferung der zahllosen Plattformen, die als Distributionspartner bereitstehen und von denen eine jede ihre eigenen Spezifikationen hinsichtlich Dateiformaten, Dateinamen, Metadaten etc. hat. Erschwerend kommt hinzu, dass erheblich geringere Erlöse erzielt werden als beim Printprodukt. Warum? Nun, der Verkaufspreis liegt 15-20 Prozent unter demjenigen des gedruckten Buches, die Mehrwertsteuer beträgt nahezu das Dreifache; die Autoren bekommen mehr Honorar (ungefähr das Doppelte).

Bei einem funktionierenden E-Book-Markt also (für den freilich das Angebot an lieferbaren Titeln und kundenfreundlichen Technologien zugegebenermaßen noch ausgebaut werden muss) gewinnt jeder ein wenig: der Staat an der Steuer, die Autoren am Honorar, die Kunden am geringeren Preis und die Verlage und Händler (wenn der Markt denn einmal eine relevante Größe erreicht hat) an gesunkenen Kosten. Wie sich in dieser Konstellation, liebe Frau Zeh, irgendjemand „abgezockt“ fühlen soll, erschließt sich mir nicht.

Aber nehmen wir den Einwand noch einmal für einen Moment lang ernst: Was soll ein E-Book denn nun kosten? Eine gedruckte Neuerscheinung aus unserem Fachbuchprogramm kostet, sagen wir – € 24,90. Wie viel also soll das E-Book kosten, das parallel dazu angeboten wird? Den Verlagen wird dieser Tage häufig vorgehalten, die Musikindustrie habe doch die vermeidbaren Fehler alle schon einmal gemacht und mittlerweile ihre Lehren daraus gezogen. Sollten wir uns also an ihr orientieren? Machen wir die Probe und schauen uns eine nicht gerade entlegene Veröffentlichung an, von Madonna etwa. Deren aktuelles Album wird als physische CD von einem großen Versender für € 12,99 angeboten. Der Download des Albums beim Marktführer kostet EUR 10,99. Das sind, Moment, 15,4% weniger. Übertragen auf unser Buch würde das etwas über 21 Euro bedeuten. Kein guter Preis? Die Frage ist nicht rhetorisch: Was soll das E-Book kosten?

Autor werden bei active-books

eBooks und E-books bei Junfermann – das ist auf den ersten Blick verwirrend. Warum mal die eine, mal die andere Schreibweise?

eBooks sind gewissermaßes etwas „Altes“: Im Jahr 2000 haben wir gemeinsam mit unserem Autor Martin Weiss die Website active-books ins Leben gerufen. Die Idee war damals, gute Texte, die zu kurz oder zu speziell für eine Printveröffentlichung waren, als elektronische Version zum Download anzubieten. Komplett mit technischer Verschlüsselung und zu einem sehr geringen Preis, der sich meist um die drei Euro bewegte. Nicht nur Newcomer, sondern auch zahlreiche bekannte Autoren wie z.B. Vera F. Birkenbihl, Marco von Münchhausen oder Lothar Seiwert haben bei uns „active-books“ veröffentlicht.

Dann kamen so langsam die E-Books auf den Markt und mit ihnen die verschiedensten mobilen Lesegeräte. Anders als bei den active-books sind die E-Books digitale Versionen von gedruckten Büchern – beide Ausgaben existieren also parallel. Seit etwa einem Jahr bieten wir bei Junfermann unseren Lesern auch die Möglichkeit, die meisten unserer Neuerscheinungen sowie immer mehr Backlist-Titel als EPUB oder pdf herunterzuladen (z.B. über unseren eigenen E-Book-Shop, über iTunes, Amazon Kindle …).

Und was ist mit active-books? Wir haben uns entschlossen, die mittlerweile 408 eBooks auf dieser Plattform nur noch zum kostenlosen Download anzubieten. Das gibt jungen Autoren die Möglichkeit, erste Erfahrungen mit eigenen Veröffentlichungen zu sammeln, und seien es erst einmal nur kurze Artikel. Beiträge aus Zeitschriften verstauben nicht im Regal, sondern können bei active-books heruntergeladen werden. Und die Zeitschrift Beratung Aktuell erscheint sogar nur noch online – dafür aber auch kostenlos.

Vielleicht sagen Sie jetzt: Ich will auch!? Wir freuen uns bei active-books über neue Autoren, die ihre eBooks bei uns veröffentlichen möchten. Wichtig ist nur, dass Ihr Manuskript in unser Themenspektrum passt (Kommunikation – Coaching & Management – Therapie – Lernen & Pädagogik – NLP – Brain & Mind – Gesundheit & Wellness – Lebenshilfe).

Ach ja – alles ist ohne finanziellen Hintergrund: Keine Veröffentlichungskosten, keine Downloadgebühr, kein Autorenhonorar. Einfach und transparent.

Unter Autor werden finden Sie alles, was Sie wissen müssen. Und – manchmal ist ein eBook bei active-books der Schlüssel zu mehr: Zu einem Zeitschriftenartikel oder sogar zu einem gedruckten Buch … Wir freuen uns schon auf Sie!

E-Books fürs Regal

Während das E-Book-Geschäft im deutschsprachigen Raum nach allem, was man lesen kann, immer noch in den Kinderschuhen steckt, sprießen die unterschiedlichsten Geschäftsmodelle in diesem jungen Markt munter weiter. Eine neue Idee kommt von dem, nach eigenem Bekunden, ersten Web 2.0-Verlag in Deutschland Epidu, der u.a. auch das Portal Blogg dein Buch betreibt. Sie wird in Kooperation mit dem Barsortiment Umbreit und dem E-Book Anbieter Ceebo realisiert und widmet sich zwei Nachteilen, die das E-Book gegenüber dem physischen Buch derzeit noch hat: Man kann es nicht anfassen, was seine Präsenz im stationären Buchhandel erschwert, und man kann es nicht verschenken. Die Idee von Epidu, die nun in den ersten Buchhandlungen getestet wird: die eBookCard, eine Klappkarte, die optisch dem Cover des physischen Buchs entspricht und auf der Innenseite Informationen zum Buch sowie einen Download-Code bereitstellt. Umbreit bringt die Karten in die Buchhandlungen. Dort können sie angefasst und gekauft werden, Ceebo versorgt die Kunden nach Freischaltung des Codes (wofür keine weitere Registrierung notwendig ist) mit der elektronischen Buchdatei.

Was auf den ersten Blick wie ein analoger Rückzieher aussieht, könnte durchaus funktionieren. Man darf gespannt sein, welche Ergebnisse die Pilotphase liefert, die jetzt in sieben Buchhandlungen im süddeutschen Raum und mit 71 Titeln läuft. Der Charme des Konzepts besteht gerade darin, dass es dem haptischen Beharrungsvermögen der Kunden entgegenkommt. Dass ganz nebenbei ein Vertriebsweg für das E-Book geschaffen wird, der auch den stationären Buchhandel wieder berücksichtigt, ist begrüßenswert. Sollte das Projekt ausgeweitet werden, freuen auch wir uns, mit dabei zu sein – schließlich ist Ceebo auch unser Partner bei der Auslieferung der Junfermann E-Books an die Kunden.

E-Books bei Amazon

Anfang April hat unser E-Book-Programm nun auch die letzte Hürde genommen und ist auf der einzigen großen Plattform gelandet, die uns noch fehlte – die 36 aktuell lieferbaren E-Books können jetzt auch als Kindle-Edition bei Amazon gekauft werden.

Langwierig und zäh waren die Vertragsverhandlungen (was weniger an unterschiedlichen Vorstellungen bezüglich Konditionen lag, sondern mehr an der, sagen wir: eingeschränkten Manövrierfähigkeit des Tankers Amazon), fast noch länger dauerte es, den technischen Voraussetzungen Genüge zu leisten. Die proprietären Gepflogenheiten im E-Book-Geschäft, bei dem zumindest die großen Mitspieler in unzeitgemäßer Weise darauf bedacht sind, die Leser mit unvereinbaren Formaten an ihre jeweiligen Geräte zu binden, ist nicht nur für die Kunden ärgerlich, sondern treibt auch die Verlage in den Wahnsinn: jeder Händler besteht auf seinem eigenen Format, seiner eigenen Art der Anlieferung und Benennung der Masterdateien etc. Man darf gespannt sein, wie lange es dauert, bis die Bedürfnisse der Leser ein Ende dieser Praxis erzwingen. Die gegenwärtige Entwicklung in den USA jedenfalls deutet eher auf eine Verhärtung der Fronten zwischen Amazon und Apple hin (mehr dazu hier).

Trotz allem sind wir glücklich, unseren Lesern nun auch die Kindle-Versionen unserer E-Books anbieten zu können. Amazon ist einer der wichtigsten Partner für E-Books und wird das auch bleiben, zumal das Lesen auf dem Kindle nach wie vor zu den angenehmsten Erfahrungen gehört, die man mit E-Book-Readern machen kann. Das Unternehmen verkauft seit kurzer Zeit nun auch die Touchscreen-Versionen in Deutschland und es wird wohl nicht mehr allzu lange dauern, bis auch die unter der Bezeichnung „Kindle fire“ bisher nur in den USA erhältlichen Farbdisplays nach Europa kommen. Und obgleich für Junfermann als psychologischer Fachverlag die Downloadzahlen der E-Books gegenwärtig noch eine quantité négligeable darstellen, sind wir froh und stolz, dass es uns gelungen ist, den Anschluss an diesen Teil der Entwicklung der Buchbranche zu halten – es lässt einen gelassener in die Zukunft schauen.

Die erste iPhone App bei Junfermann

Al Weckert ist ein begeisterungsfähiger Autor, der die um neue Ideen verlegen ist. Auf ihn geht die jüngste Entwicklung in unserem Programmsegment zurück. Als wir uns im letzten Sommer in Berlin trafen, erwähnte er eher en passant, dass die Inhalte der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) doch prächtig dafür geeignet seien, als App für das iPhone aufbereitet zu werden. Eine Art Tool, um sich selbst über seine Gefühle und die damit verbundenen Bedürfnisse zu befragen. Mir leuchtete das sofort ein – der Mehrwert gegenüber dem herkömmlichen Buch ist evident: Man kann es in jeder Situation sofort und ungefiltert einsetzen und man kann die Ergebnisse archivieren, sich wiederholt ansehen und über einen längeren Zeitraum hinweg sogar Häufigkeitswerte bestimmen lassen. Unsicher war ich mir allerdings, ob Junfermann der richtige Anbieter für solch ein Produkt wäre; schließlich sind wir immer noch und zuallererst ein Verlag und kein Programmierschuppen. Andererseits – wenn es zutrifft, dass Verlage in (wenngleich ferner) Zukunft eher Inhalte als Bücher anbieten, warum dann nicht einmal einen Testlauf in diesem neuen Feld versuchen, mit einem Produkt, dessen Idee überzeugt?

Wir machten uns also auf die Suche nach Partnern, die die Technik und das Design solcher Produkte beherrschen – und nach einem Angebot, das das wirtschaftliche Wagnis in verantwortbaren Grenzen hielt. Die Spannweite bei den Preisvorstellungen der unterschiedlichen Anbieter war beeindruckend. Schön ist die kurze Entwicklungszeit eines solchen Produkts. Nachdem Al Weckert das Konzept und die Inhalte mit uns abgestimmt hatte und wir die technische und gestalterische Betreuung mit unserem Schwesterunternehmen Junfermann Druck & Service sowie der Agentur Rheingans in Bielefeld in guten Händen wussten, begannen wir Anfang Dezember ernsthaft mit der Arbeit – Ende Februar war die App marktreif.

Herzstück der App ist eine intuitiv zu bedienende Datenbank, mit der sich die Nutzer in kürzester Zeit auf Basis der GFK Klarheit über ihre aktuellen Gefühle, Bedürfnisse und ihr Körperbefinden verschaffen können. Das Training der Selbstempathie, des einfühlsamen Zuhörens und des achtsamen Sprechens gehört zu den wesentlichen Elementen der GFK. Beliebte Bestandteile der GFK-Übungspraxis – z.B. das Empathie-Tagebuch oder die Übung „Celebration of Life“ – sind dadurch mit dem Mehrwert einer intelligenten Datenbank für den Alltagsgebrauch verfügbar.

Und kaufen kann man sie natürlich auch: http://itunes.apple.com/de/app/empathienavigator/id501063329