E-Books bei Amazon

Anfang April hat unser E-Book-Programm nun auch die letzte Hürde genommen und ist auf der einzigen großen Plattform gelandet, die uns noch fehlte – die 36 aktuell lieferbaren E-Books können jetzt auch als Kindle-Edition bei Amazon gekauft werden.

Langwierig und zäh waren die Vertragsverhandlungen (was weniger an unterschiedlichen Vorstellungen bezüglich Konditionen lag, sondern mehr an der, sagen wir: eingeschränkten Manövrierfähigkeit des Tankers Amazon), fast noch länger dauerte es, den technischen Voraussetzungen Genüge zu leisten. Die proprietären Gepflogenheiten im E-Book-Geschäft, bei dem zumindest die großen Mitspieler in unzeitgemäßer Weise darauf bedacht sind, die Leser mit unvereinbaren Formaten an ihre jeweiligen Geräte zu binden, ist nicht nur für die Kunden ärgerlich, sondern treibt auch die Verlage in den Wahnsinn: jeder Händler besteht auf seinem eigenen Format, seiner eigenen Art der Anlieferung und Benennung der Masterdateien etc. Man darf gespannt sein, wie lange es dauert, bis die Bedürfnisse der Leser ein Ende dieser Praxis erzwingen. Die gegenwärtige Entwicklung in den USA jedenfalls deutet eher auf eine Verhärtung der Fronten zwischen Amazon und Apple hin (mehr dazu hier).

Trotz allem sind wir glücklich, unseren Lesern nun auch die Kindle-Versionen unserer E-Books anbieten zu können. Amazon ist einer der wichtigsten Partner für E-Books und wird das auch bleiben, zumal das Lesen auf dem Kindle nach wie vor zu den angenehmsten Erfahrungen gehört, die man mit E-Book-Readern machen kann. Das Unternehmen verkauft seit kurzer Zeit nun auch die Touchscreen-Versionen in Deutschland und es wird wohl nicht mehr allzu lange dauern, bis auch die unter der Bezeichnung „Kindle fire“ bisher nur in den USA erhältlichen Farbdisplays nach Europa kommen. Und obgleich für Junfermann als psychologischer Fachverlag die Downloadzahlen der E-Books gegenwärtig noch eine quantité négligeable darstellen, sind wir froh und stolz, dass es uns gelungen ist, den Anschluss an diesen Teil der Entwicklung der Buchbranche zu halten – es lässt einen gelassener in die Zukunft schauen.

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