Herz und Verstand. Zum Tod von Steve Andreas

„My feelings for Steve have always been love, appreciation, respect and gratitude. He positively touched the lives of many people in this world, including mine.” – Robert Dilts

 

Steve Andreas ist am 7. September 2018 im Alter von 82 Jahren gestorben. Als wichtiger Wegbereiter des NLP hat er, meistens zusammen mit seiner Frau Connirae Andreas, zahlreiche Bücher verfasst, von denen die meisten in deutscher Übersetzung bei Junfermann erschienen sind. Doch er war nicht nur Autor, sondern auch Verleger. 1967 gründete er den Verlag „Real People Press“, weil er ein Buch seiner Mutter Barry Stevens herausbringen wollte, das diese gemeinsam mit Carl Rogers geschrieben hatte: „Von Mensch zu Mensch“.

Steve Andreas hatte ursprünglich Chemie studiert und auch als Chemiker gearbeitet. Danach absolvierte er ein Psychologiestudium und war als Dozent an einem College tätig. Er lernte Fritz Perls kennen, widmete sich der Gestalttherapie und brachte Bücher von Perls heraus.

In den 1970er-Jahren beschäftige er sich zunehmend mit NLP und gründete mit seiner Frau Connirae „NLP Comprehensive“, eines der ganz wichtigen Weiterbildungsinstitute auf diesem Gebiet. Auch verlegerisch förderte er seither das NLP. Bei Real People Press erschienen Bücher von Bandler und Grinder, aber auch eigene Werke. Mit Charles Faulkner gab er in den 1990er-Jahren den Band „NLP – The New Technology of Achievement“ heraus, deutsch: „Praxiskurs NLP“.

Neben Richard Bandler, John Grinder und Robert Dilts kann man Steve Andreas mit Recht zu den „Großen“ im NLP rechnen. Sein langjähriger Freund und Weggefährte Robert Dilts schrieb, sie seien sich auf fachlicher Ebene nicht immer einig gewesen, aber aufgrund ihrer tiefen Freundschaft hätten sie immer offen damit umgehen können.

 

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