High Five – Krise als Chance, Tag 5

Andrea Schlösser & Karin Kiesele

R wie reisen: Krisenphase 5 – den Prozess reflektieren und Erfolge würdigen

Den Prozess reflektieren

Reflektieren Sie gemeinsam das Erreichte und würdigen Sie den Prozess, den der Klient durchlaufen hat.

  • Wie geht es Ihnen jetzt?
  • Wie haben Sie Ihren Plan in die Tat umgesetzt?
  • Was ist Ihnen hier besonders gut gelungen?
  • Was steht noch an?
  • Wie wollen Sie hier vorgehen?
  • Was brauchen Sie noch, damit Sie auch hier zum Ziel kommen?
  • Was würden Sie jemandem empfehlen, der Ähnliches wie Sie durchmacht?

 

Gemeinsam eruieren Sie mögliche zukünftige Stolpersteine und besprechen, wie Ihr Klient darauf reagieren kann.

 

Risiken ermitteln, einschätzen und absichern

Mögliche Fragen:

  • Welche Hindernisse und Hürden könnten sich Ihnen möglicherweise noch in den Weg stellen?
  • Wie könnten Sie darauf reagieren?
  • Wen oder was müssten Sie dann aktivieren?
  • Was könnte im schlimmsten Fall passieren?
  • Was könnte im besten Fall passieren?
  • Was wird wahrscheinlich passieren?
  • Wie geht es Ihnen dann?
  • Was müssen wir noch für Sie tun, damit es Ihnen auch dauerhaft gut geht?

 

Wer die Erfahrung macht, wie belebend es sich anfühlt, eine schwierige Situation gemeistert zu haben, geht aus diesem Prozess gestärkt hervor.

 

Das Erreichte gemeinsam würdigen

Im Sinne einer nachhaltigen Wirkung könnte es sinnvoll sein, sich mit dem Klienten darüber auszutauschen, wie er zukünftig ähnliche Krisen angehen könnte.

  • Welche Ressourcen / Strategien waren besonders hilfreich?
  • Wie können diese Ressourcen / Strategien Ihnen bei der Bewältigung künftiger Krisen helfen?
  • Was möchten Sie zukünftig weiterhin gut im Blick haben?

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Überblick: Die einzelnen Folgen dieser Serie

Einführung

A wie anfangen: Krisenphase 1 – Verleugnung und Nichtwahrhaben-Wollen

N wie nachfassen: Krisenphase 2 – Emotionen erkunden und reflektieren

K wie konkret werden: Krisenphase 3 = Phase der Neuorientierung

E wie ermitteln: Krisenphase 4 – strategisch vorgehen und Handlungsoptionen entwickeln

R wie reisen: Krisenphase 5 – den Prozess reflektieren und Erfolge würdigen

 

 

Mehr Tools, Methoden und Infos zur ANKER-Methode finden Sie in unserem Buch Job-Coaching

 

 

 

Andrea Schlösser, Coach und Supervisorin DGSv, Mediatorin BM, zertifizierte Trainerin, NLP Master
www.andrea-schloesser.de 
www.neurolines.de

 

 

Karin Kiesele, Kommunikationswissenschaftlerin (B. A.), zertifizierter Personal & Business Coach, zertifizierte Trainerin, NLP Practitioner, Resilienztherapeutin, Mitglied im Deutschsprachigen Dachverband für Positive Psychologie e. V.
www.karin-kiesele.de 
www.worteundtaten.net

 

High Five – Krise als Chance, Tag 4

Andrea Schlösser & Karin Kiesele

E wie ermitteln: Krisenphase 4 – strategisch vorgehen und Handlungsoptionen entwickeln

Optionen sammeln

Es gilt nun die Frage zu beantworten, was der Klient tun kann, damit das gewünschte Vorhaben umgesetzt wird.

Der Klient hat sich mit seiner neuen Situation arrangiert. Möglicherweise ist ihm bewusst geworden, wie er ähnliche Krisen bereits gemeistert hat und Sie konnten gemeinsam reflektieren, wie erfolgreich er damit in der Vergangenheit war. Jetzt können Sie ihn ermutigen und stärken, bewährte und auch neue Wege zu gehen.

 

  • Wie  können Sie genau Ihr Ziel angehen?
  • Welche Strategie könnte für Sie eine passende sein?
  • Was könnten die ersten Schritte sein?
  • Was könnte Ihnen gegebenenfalls im Wege stehen?

 

Konkrete Schritte planen

Jetzt geht es darum, mit Ihrem Klienten an konkreten Handlungsstrategien zu arbeiten:

  • Was könnte dafür der erste Schritt sein?
  • Was könnte Sie gegebenenfalls davon abhalten?

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Überblick: Die einzelnen Folgen dieser Serie

Einführung

A wie anfangen: Krisenphase 1 – Verleugnung und Nichtwahrhaben-Wollen

N wie nachfassen: Krisenphase 2 – Emotionen erkunden und reflektieren

K wie konkret werden: Krisenphase 3 = Phase der Neuorientierung

E wie ermitteln: Krisenphase 4 – strategisch vorgehen und Handlungsoptionen entwickeln

R wie reisen: Krisenphase 5 – den Prozess reflektieren und Erfolge würdigen

 

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High Five – Krise als Chance, Tag 3

Andrea Schlösser & Karin Kiesele

K wie konkret werden: Krisenphase 3 = Phase der Neuorientierung

Perspektiven ausloten

  • Beginnen Sie jetzt mit Ihrem Klienten nach Möglichkeiten zu suchen, wie es für ihn weitergehen könnte.
  • Klären Sie mit ihm mögliche Lösungswege und Vorgehensweisen.
  • Unterstützen ihn dabei, zu erkennen, welche Ressourcen und Strategien für ihn passend sind.
  • Machen sie ihn ggf. darauf aufmerksam, dass er selbst Anteil an einer möglichen Lösung hat und die Situation zum Positiven wenden kann.

 

Chancen erkennen

In der Phase der Neuorientierung können Sie mit dem Ansatz arbeiten, diese „Krise als Chance“ zu sehen.

Mögliche Fragen:

  • Angenommen, diese Situation hätte auch einen positiven Aspekt. Welcher könnte das sein?
  • Was würden Sie gern in 20 Jahren über die heutige Situation sagen?
  • Welche anderen Herausforderungen haben Sie in der Vergangenheit bereits erfolgreich gemeistert? Wie genau haben Sie das geschafft?
  • Kennen Sie jemanden in Ihrem Umfeld, der eine ähnliche Situation erlebt hat? Wie ist er damit umgegangen? Was könnte da für Sie passen?

 

Ziele definieren

  • Wie könnten Sie möglicherweise die Situation für sich positiv nutzen?
  • Wie müssten Sie dann vorgehen?
  • Welche Ziele verfolgen Sie ganz persönlich im Hinblick auf die Veränderungen?
  • Wie können Sie vorgehen?

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Überblick: Die einzelnen Folgen dieser Serie

Einführung

A wie anfangen: Krisenphase 1 – Verleugnung und Nichtwahrhaben-Wollen

N wie nachfassen: Krisenphase 2 – Emotionen erkunden und reflektieren

K wie konkret werden: Krisenphase 3 = Phase der Neuorientierung

E wie ermitteln: Krisenphase 4 – strategisch vorgehen und Handlungsoptionen entwickeln

R wie reisen: Krisenphase 5 – den Prozess reflektieren und Erfolge würdigen

 

 

 

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High Five – Krise als Chance, Tag 2

Andrea Schlösser & Karin Kiesele

Im ersten Teil der Serie haben wir uns mit der aktuellen Bestandsaufnahme beschäftigt, und heute gehen wir mit Ihnen den nächsten Schritt: Wir  geben Ihnen Input zur Vorbereitung des Veränderungsprozesses.

N wie nachfassen: Krisenphase 2 – Emotionen erkunden und reflektieren

Die zweite Phase ist gekennzeichnet durch aufbrechende Gefühle. Ihr Klient fühlt sich hilflos und überfordert. Seine Gedanken fahren Karussell: So machen sich beispielsweise Verärgerung, Angst und Unsicherheit in ihm breit. Er fragt sich, warum es ausgerechnet ihn treffen muss. Ihre Aufgabe als Coach ist es jetzt, gemeinsam mit ihm zu erkunden, welche Gefühle ihn beschäftigen. Sie reflektieren gemeinsam und loten mit dem Klienten aus, was genau ihn bewegt.

Abtauchen in Gefühlswelten:

  • Welche Gefühle können Sie unterscheiden?
  • Sind Sie eher wütend oder traurig?
  • Was genau macht Sie wütend?
  • Worüber sind Sie traurig?
  • Haben Sie so etwas möglicherweise schon einmal erlebt?

Paraphrasieren Sie sein Erleben und hören Sie aktiv zu.

 

Energiequellen anzapfen

Fühlt sich Ihr Klient von Ihnen gehört und wahrgenommen, können Sie mit ihm gemeinsam auf die Suche nach seinen Ressourcen und Stärken gehen, die ihm helfen, Stabilität zu gewinnen. Fragen Sie ihn, was ihm jetzt ein wenig Halt geben kann.

  • Wer oder was kann Sie unterstützen?
  • Was können wir hier gemeinsam tun, dass es Ihnen besser geht?
  • Woran können Sie sich festhalten?
  • Was hat sich in der Vergangenheit bewährt, wenn Ihnen etwas Schlimmes widerfahren ist? Was haben Sie da unternommen, um sich zu festigen?
  • Wie erfolgreich waren diese Schritte in der Vergangenheit?
  • Was davon ist auf Ihre aktuelle Situation anwendbar?

 

Veränderungsgedanken möglich machen

Menschen in Veränderungsprozessen haben manchmal den Eindruck, als würde sich gerade alles in ihrem Leben verändern. Oftmals sind Klienten verängstigt und befürchten, dass alles noch schlimmer wird. In diesem Fall ist es hilfreich, mit den Klienten sichere Häfen, Leuchttürme und Inseln zu erarbeiten, die unverändert bleiben und ihm Sicherheit bieten.

Schreiben Sie solche Punkte auf Post-its oder auf Moderationskarten und bitten Sie den Klienten, diese Karten den Leuchttürmen, Inseln, Häfen, Bojen und Rettungsringen auf einer Seekarte zuzuordnen.

Schauen Sie dann gemeinsam auf die Visualisierung und erkundigen Sie sich nach dem Befinden Ihres Klienten. „Wie geht es Ihnen jetzt, wenn Sie darauf schauen?“

 

 

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Überblick: Die einzelnen Folgen dieser Serie

Einführung

A wie anfangen: Krisenphase 1 – Verleugnung und Nichtwahrhaben-Wollen

N wie nachfassen: Krisenphase 2 – Emotionen erkunden und reflektieren

K wie konkret werden: Krisenphase 3 = Phase der Neuorientierung

E wie ermitteln: Krisenphase 4 – strategisch vorgehen und Handlungsoptionen entwickeln

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High Five – Krise als Chance, Tag 1

Andrea Schlösser & Karin Kiesele

A wie anfangen: Krisenphase 1 – Verleugnung und Nichtwahrhaben-Wollen

Zunächst reagieren Klienten meist mit Ablehnung auf die aktuelle Situation. Sich einzugestehen, dass sich gerade etwas verändert hat oder sich demnächst etwas ändern wird, ist für sie schwierig.

„Ich möchte auch zukünftig im Homeoffice arbeiten“ oder „Es kann nicht sein, dass ich jetzt dauerhaft andere Aufgaben übernehmen soll“, könnten typische Reaktionen in der ersten Krisenphase sein. Wer sich überfordert und handlungsunfähig fühlt, wehrt sich zunächst gegen die Veränderung. Für Sie in Ihrer Rolle als Coach ist es jetzt wichtig, dem Klienten vor allem Verständnis und Empathie entgegenzubringen. Nach vorne zu schauen macht zu diesem Zeitpunkt nämlich noch keinen Sinn. Dies gelingt erst, wenn Ihr Klient die neue Situation für sich annehmen kann. Sprechen Sie also einfühlsam mit ihm über die aktuelle Situation. Wir geben Ihnen hier Impulse, wie Sie arbeiten können.

 

Empathisch ermitteln und skalieren

Jeder empfindet eine Krise sehr individuell. Es macht daher Sinn, Ihre Klienten dahingehend zu befragen. Lassen Sie sich die Situation beschreiben und erfragen Sie die besonders neuralgischen Punkte:

  • Wie haben Sie davon erfahren?
  • Wo waren Sie da?
  • Wie haben Sie reagiert?
  • Auf einer Skala von 1-10, wenn 1 für kaum schwierig und 10 für nicht aushaltbar steht: Als wie schwierig empfinden Sie die aktuelle Situation im Moment für sich?
  • Was genau ist besonders schwierig für Sie?
  • Was noch?

Nach stabilisierenden Handlungsfeldern fragen:

  • Was können Sie in der jetzigen Situation für sich tun?
  • Was hat Ihnen bislang Halt und Stabilität gegeben?
  • Was tut Ihnen besonders gut?
  • Was könnte dazu beitragen, dass Sie sich besser fühlen?
  • Wer kann Ihnen beistehen?

 

Erste Hypothesen bilden

Darüber hinaus können Sie mit dem Klienten auch Folgendes besprechen:

  • Wie schätzt er seine Handlungsmöglichkeiten ein?
  • Wie denkt er über einen möglichen Erfolg seiner Handlungen?
  • Was könnte es auch Gutes haben, beispielsweise neue Aufgaben zu übernehmen?

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Überblick: Die einzelnen Folgen dieser Serie

Einführung

A wie anfangen: Krisenphase 1 – Verleugnung und Nichtwahrhaben-Wollen

N wie nachfassen: Krisenphase 2 – Emotionen erkunden und reflektieren

K wie konkret werden: Krisenphase 3 = Phase der Neuorientierung

E wie ermitteln: Krisenphase 4 – strategisch vorgehen und Handlungsoptionen entwickeln

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Wie Sie Ihre Klienten durch eine Job-Krise begleiten: 5 Tipps in 5 Tagen

Andrea Schlösser & Karin Kiesele

Sie sind Job- oder Karrierecoach? Dann sind Sie hier richtig, denn momentan haben viele von uns mit Klientinnen und Klienten zu tun, die aufgrund der aktuellen Corona-Situation in eine berufliche Krise geraten sind.

Brüche im Leben kennen wir alle, und nicht selten erweisen sie sich im Nachhinein als Chance. Neue Impulse, Sichtweisen und Verhaltensweisen – all das kann möglich sein. Coachingprozesse können in einer Krise dabei unterstützen, die bisherigen Lebensentwürfe infrage zu stellen, zu analysieren und im besten Fall neu zu gestalten. Im Hinblick auf die aktuellen weltweiten Covid-19-Ereignisse könnte bei der persönlichen Bewältigung der anstehenden Job-Herausforderungen die Frage folgendermaßen lauten: „Was kann sich durch Corona für mich in beruflicher Hinsicht positiv verändern?“

Jede Krise ist anders, und doch ist ihr Verlauf meist gleich. Für uns als Coaches ist es deshalb hilfreich, die Phasen einer Krise zu kennen, um unsere Klientinnen und Klienten in schwierigen beruflichen Situationen gut unterstützen zu können. Wir wissen dann, wo unsere Klienten in diesem Moment stehen und was sie jetzt benötigen. Kommen noch Empathie und Methodenkenntnis hinzu, haben wir als Coaches eine gute Basis für eine professionelle Unterstützung in krisenhaften Phasen.

In den nächsten Tagen möchten wir Ihnen die einzelnen Phasen einer Krise vorstellen. Unser Ausgangspunkt hierfür ist das Modell von Elisabeth Kübler-Ross für den Verlauf einer Krise. Zu jeder einzelnen Phase geben wir Ihnen passgenaue Best-Practice-Tipps für die Arbeit mit Klienten.

Die Prozessführung erfolgt nach der von uns entwickelten ANKER-Methode. Sie bietet Ihnen eine gute und nachvollziehbaren Struktur und damit die Möglichkeit, Schritt für Schritt vorzugehen.

Unsere „High Five“, die Sie in den nächsten Tagen kennenlernen werden, sind:

A wie anfangen: Krisenphase 1 – Verleugnung und Nichtwahrhaben-Wollen

N wie nachfassen: Krisenphase 2 – Emotionen erkunden und reflektieren

K wie konkret werden: Krisenphase 3 = Phase der Neuorientierung

E wie ermitteln: Krisenphase 4 – strategisch vorgehen und Handlungsoptionen entwickeln

R wie reisen: Krisenphase 5 – den Prozess reflektieren und Erfolge würdigen

 

Mehr Tools, Methoden und Infos zur ANKER-Methode finden Sie in unserem Buch Job-Coaching

 

 

 

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Lichter in unseren Herzen

In dieser Woche wird unser Journal Herzenslichter von Fabienne Berg ausgeliefert. Es enthält 20 Texte zu unterschiedlichsten Themen, denen aber eines gemeinsam ist: Sie sprechen die Energie unseres Herzens  an uns können sie stärken. Und wie stark dieser Effekt eintritt, haben Leserinnen und Leser selbst in der Hand, denn als Journal lädt das Buch zum Selbst-Schreiben ein. Natürlich kann auch gemalt oder collagiert werden. Jedes Thema kann so zum Licht in unserem Herzen werden. Und etwas, das uns stärkt und wieder aufbaut – das können wir alle in dieser von einer Pandemie geprägten Zeit nur zu gut gebrauchen. Deshalb hat Fabienne Berg, extra zum Erscheinen ihres neuen Buches, den nun folgenden Text geschrieben.

 

 

 

 

Was uns wieder aufbaut

Fabienne Berg

Vor kurzem ist meine Großmutter verstorben. In hohem Alter und nach langer schwerer Krankheit. Wann immer ich konnte, habe ich sie in den letzten Jahren besucht und bei Arzt- und Behördengängen unterstützt. Zum Schluss ging es schlicht darum, einfach da zu sein. Heute bin ich dankbar dafür, dass ich ihr dieses Da-Sein zurückgeben konnte und durfte. Denn genau das war sie damals auch für mich gewesen, wenn ich als Kind und Jugendliche nicht mehr wusste, wohin mit mir. Meine Großmutter war nicht die perfekte Oma, aber wenn ich sie brauchte, war sie die meiste Zeit da.

Noch heute sehe ich die Schneeflocken vor meinem inneren Auge, die im Winter sanft die Koniferen in Omas Vorgarten bezuckerten. Am beschlagenen Küchenfenster drückte ich mir als Kind die Nase platt, um die Flocken im Wind tanzen zu sehen. Das Fenster umrahmten blauweiße Gardinen, passend zu den Kacheln auf dem Küchenboden. Wenn ich bei ihr war, buk meine Großmutter meist Eierkuchen, da ich die besonders mochte. Dabei stand ich neben ihr auf einem Hocker, beobachtete fasziniert die in der Pfanne brutzelnden immer größer werdenden goldenen Eierkuchen und reichte meiner Oma zu, was sie mir auftrug. Der süße Duft aus dem Gemisch von Eiern, Mehl, Butter und Milch durchzog angenehm den kleinen Raum. Hier in der Küche war es heimelig warm; draußen war Winter.

In der Stube haben wir die Eierkuchen dann verspeist – meist mit Zucker oder Apfelmus bestrichen, dazu eine Tasse dünnen Milchkaffee. Meine Oma saß wohlig zurückgelehnt in ihrem Sessel. Ich durfte mich nach dem Abräumen auf das Sofa legen. Dann las sie mir stundenlang Geschichten vor.

Meine Kindheit war in meinem Elternhaus von Chaos und Angst geprägt. Doch die Lese-und-Eierkuchen-Momente bei meiner Oma machten all das Schlimme für eine bestimmte Zeit vergessen. Diese besonderen Momente waren mir ein Licht in meinem Herzen. Sie wärmten mich und schenkten mir ein Gefühl von Ruhe, Geborgenheit und Zuversicht. – Die meisten von uns tragen solche Bilder des Lichts und der Hoffnung in ihren Herzen. Die Kraft solch positiver Erinnerungen ist enorm.

Denn selbst wenn das Leben gerade verrückt spielt und wir die Hoffnung zu verlieren scheinen, kann uns ein einziges Herzenslicht dabei helfen, unsere Seele wieder zu erhellen.

Aus diesem Grund habe ich irgendwann angefangen, bewusst schöne Erinnerungen zu sammeln. Ich schrieb sie auf, klebte Fotos und Bilder dazu und nahm sie wieder hervor, wenn ich es brauchte. Immer dann, wenn ich seelisch fror oder innerlich im Dunkeln stand. Angst und Traurigkeit zu durchleben, ist wichtig. Doch manchmal kann beides übermächtig werden, uns innerlich lähmen und uns so im Außen handlungsunfähig machen. Es kann helfen, dem etwas entgegenzusetzen, um neue Kraft schöpfen zu können für den nächsten sinnvollen Schritt. Schöne, freudvolle Momente – und scheinen sie auch noch so klein und unbedeutend – können uns dabei unterstützen, wieder zu hoffen und weiterzumachen. Es verändert unsere Wahrnehmung, wenn wir uns bewusst immer wieder dem Positiven zuwenden. Nach und nach können wir so unseren inneren Speicher mit der Kraft der Hoffnung, der Ruhe und der Zuversicht auffüllen – wenn es geht, am besten jeden Tag. Dergestalt ausgestattet kann es uns dann das eine oder andere Mal leichter fallen, mit den Wechselfällen des Lebens umzugehen. Und es kann uns schlicht Freude bescheren, an etwas Schönes zu denken, zu lachen, eine wärmende Erinnerung vor dem inneren Auge revue passieren zu lassen und damit in einem automatischen nächsten Schritt, neue schöne Momente herbeizuführen, die wiederum später als weitere positive Erinnerung dienen können. Wenn Sie mögen und es nicht schon längst tun, probieren Sie es aus! Ich bin sicher, es lohnt sich.

Ich weiß ja nicht, was Sie vorhaben zu tun, aber ich backe nächsten Sonntag Eierkuchen – im Gedenken an meine Oma, und weil sie einfach immer schmecken.

Die Psyche in Zeiten der Corona-Krise – Herausforderungen und Lösungsansätze für Psychotherapeuten und soziale Helfer

Jetzt der Psyche helfen

In Windeseile und mithilfe zahlreicher BeiträgerInnen ist in unserem Mutter-Verlag Klett-Cotta ein Buch entstanden, das den Titel Die Psyche in Zeiten der Corona-Krise trägt, herausgegeben von Robert Bering und Christiane Eichenberg. Das Buch thematisiert psychotherapeutische Innovationen, die trotz Social Distancing heilsam wirken und vor allem präventiv eingesetzt werden können. Das präventive Handeln ist deshalb so wichtig, weil Belastungsreaktionen sich nicht immer sofort zeigen, sondern mit Verzögerung auftreten können. Die Zeit bis zum Auftreten von Symptomen muss daher gut genutzt werden.

Doch nicht nur der Inhalt des Buches ist in Zeiten wie diesen dringend notwendig, auch die Entstehungsbedingungen sind bemerkenswert und zeigen, worauf es jetzt ankommt: auf Zusammenhalt und ein Hand-in-Hand-Arbeiten.

Dr. Heinz Beyer, zuständiger Lektor bei Klett-Cotta, hat für uns den Entstehungsprozess des Titels noch einmal zusammengefasst:

„Kurz vor Ostern. Das Telefon klingelt. Mein Autor, Professor Robert Bering aus Köln, ruft bei mir im Verlag an: ‚Lieber Herr Beyer, die Corona-Krise stellt alles auf den Kopf. Wir, Therapeuten, Berater, alle die mit Patienten zu tun haben, können nicht mehr so weiterarbeiten wie bisher. Die Corona-Krise erfordert innovative Ideen, neue Wege. Mit meiner Kollegin Professor Christiane Eichenberg aus Wien würde ich gerne ein Buch dazu publizieren, das allen, die mit Patienten arbeiten, hilft, mit diesen neuen Herausforderungen umzugehen.‘

Spätestens da wurde mir klar, dass nicht nur Möbelhäuser, Restaurants, Autozulieferer und Buchhandlungen von der Covid-19-Pandemie gebeutelt werden, sondern auch der gesamte Bereich psychologischer Hilfestellungen und Unterstützung umdenken muss. Ist nicht der persönliche Kontakt, die Face-to-Face-Beziehung der Grundbaustein jeglicher therapeutischen Erfolge? Doch diese Möglichkeiten sind im Moment stark eingeschränkt, entweder weil die Patienten nicht mehr kommen oder Therapeuten und Berater noch nicht gelernt haben, wie sie mit modernen digitalen Methoden, Stichwort E-Mental-Health, arbeiten können.

Ist nicht der persönliche Kontakt, die Face-to-Face-Beziehung der Grundbaustein jeglicher therapeutischen Erfolge?

Für Menschen mit und ohne psychische Belastungen stellt die gegenwärtige Pandemie ein besonderes Problem dar. Allein die verordnete Einsamkeit, die Isolation, verursacht bei vielen Ängste und Depressionen verstärken sich, um nur eine Entwicklung zu nennen. Bei der Arbeit an dem nun entstehenden Buch wurde mir ferner klar, wie wichtig präventive Arbeit ist – und zwar jetzt. Ich habe gelernt, dass zwischen einem traumatisierenden Ereignis wie der jetzigen Pandemie und dem Ausbruch psychischer Störungen Monate liegen können, Zeit, die genutzt werden kann, um die Psyche zu stabilisieren.

Bei der Arbeit an dem Buch wurde mir klar, wie wichtig präventive Arbeit ist – und zwar jetzt!

Um das Buch zur richtigen Zeit zur Verfügung stellen zu können, war nun also Eile geboten: Herausgeber und Autoren lieferten ihre Beiträge zügig, die Lektoratsarbeit wurde auf mehrere Schultern verteilt und innerhalb von vier Tagen ging das gesamte Manuskript in den Satz. Parallel lief die Arbeit der anderen Abteilungen: Das Marketing zauberte über Nacht einen wunderbaren Umschlag herbei und startete mit der Presseabteilung eine Informationskampagne auf den sozialen Medien, die Herstellung organisierte Satz- und Drucktermine punktgenau. Nach drei Wochen war das Werk druckfrei! Rekordzeit – die wir ohne die gute Zusammenarbeit und das nahtlose Ineinandergreifen der Arbeitsprozesse nicht gemeistert hätten.“

Das E-Book ist ab 7. Mai lieferbar, das gedruckte Buch erscheint Mitte Mai und kostet 25 €. Weitere Informationen finden Interessierte auf der Homepage des Klett-Cotta Verlags.

 

 

Corona-Tagebuch, Teil 7: Der Frosch mit der Maske

Anfang März, vor dem Shutdown (ja, es gab eine Zeit davor!), war ich auf dem Weg in die Innenstadt. Kurz hinter einer Unterführung begegnete mir ein seltsames Wesen: Mund und Nase waren vollständig von einer Schutzmaske bedeckt, deren obere Kante bis unter die große Brille reichte. „Der Frosch mit der Maske“ schoss es mir unwillkürlich durch den Kopf. Und da die alten Edgar-Wallace-Filme an Absurdität kaum zu überbieten sind, erschien mir das als eine sehr passende Beschreibung dieser seltsamen Gestalt.

Bei mir war noch keine Angst vor dem Virus angekommen; ganz anders war es anscheinend bei diesem Menschen. Und bei aller Absurdität und Lächerlichkeit machte sich Unbehagen bei mir breit. Da war jemand auf der Straße unterwegs, und er war gesichtslos.

Nun, da es eine Maskenpflicht in Bussen, Bahnen, Geschäften etc. gibt, werden wir alle zu mehr oder weniger gesichtslosen Gestalten. Die Mundpartie sieht man nicht – und damit auch kein Lächeln. „Man weiß nicht mehr, wer Freund oder Feind ist“, erläutert unser Autor Dirk Eilert in einem der zahllosen Interviews, die er momentan gibt. Als Experte für Körpersprache und Mimik ist er gerade sehr gefragt. Und dass er etwas zu diesen Themen zu sagen hat, beweist nicht zuletzt sein soeben erschienenes Werk Körpersprache entschlüsseln und verstehen. Die Mimikresonanz-Profibox. Aber laut Dirk Eilert steht uns auch mit Maske ein ganz wichtiger Teil der Mimik zur Verfügung: die Augen. Sind diese nicht zusätzlich verdeckt, können wir einander noch „lesen“.

Ein Kolumnist unserer lokalen Tageszeitung hingegen kann der verdeckten Mundpartie etwas absolut Positives abgewinnen: Er freut sich, keine verkniffenen Münder oder nach unten gezogenen Mundwinkel mehr zu sehen. Also nicht nur das Lächeln verschwindet, sondern auch der Verdruss.

Man kann aber auch sehr kreativ mit der Maskierung der unteren Gesichtshälfte umgehen, wie unsere Kollegin Saskia und ihre Tochter Antonia es zeigen. Je nach Stimmung – und bei manchen wechselt sie ja durchaus häufiger – legt man sich ein Repertoire an Ersatzmimiken zu.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wer weiß: Im Moment stehen Masken ganz hoch im Kurs, und wer welche herstellt, findet Abnehmer. Aber vielleicht ist es eine Geschäftsidee, Sets mit verschiedenen Mundbildern auf den Markt zu bringen. Man kann dann wählen, ob man der Welt – auch hinter der Maske – seinen Verdruss schenken will, oder sein Lächeln.

3 x 3 Tipps für den Umgang mit Herausforderungen im Online-Coaching – Teil 3

Von Karin Kiesele und Andrea Schlösser

 

Herausforderung 3: Talking Heads – Kommunikation ohne Körpersprache

Im Präsenz-Coaching haben wir den Klienten in Gänze vor uns, vom Scheitel bis zur Sohle. Wir können wahrnehmen, wann er seine Körperhaltung verändert und wie sich die Inhalte des Coachings körperlich bei ihm äußern. Ganz anders sieht es beim Online-Coaching aus. Jetzt steht uns lediglich das Gesicht als nonverbale Informationsquelle zur Verfügung.

Tipp 1: Konzentrieren Sie sich auf die Mimik des Klienten und nehmen Sie bewusst wahr, wie sich sein Gesicht verändert, wenn er negativ oder positiv assoziiert ist. Spiegeln und paraphrasieren Sie, was Sie nonverbal wahrnehmen und gleichen Sie anhand seiner Antworten Ihre Vermutungen und Hypothesen ab.

Tipp 2: Nutzen Sie die Augenzugangshinweise aus dem NLP. Sie geben uns dort eine gute Orientierung darüber, wie der Klient Informationen verarbeitet. Weitere Details finden Sie in der folgenden Grafik.

(Aus: Alexa Mohl, Der Zauberlehrling, S. 52)

 

 Tipp 3: Fragen Sie aktiv nach den Empfindungen Ihrer Klienten. Gerne zu Beginn, in der Mitte und am Ende des Coachings.

 

 

Nicht nur online begegnen uns als Coaches eine Vielzahl an Herausforderungen. Auch im Direktkontakt gibt es mitunter Situationen, die uns an Grenzen bringen. Genau auf solche Momente gehen wir in unserem neuen Buch Herausfordernde Situationen im Coaching ein, das im Sommer 2020 erscheinen soll. Damit bieten wir Coaches einen strukturierten und praxisnahen Ratgeber für den Coachingalltag. Das Buch zeigt eine Fülle konkreter Handlungsanleitungen auf, die Coaches helfen, mit Herausforderungen umzugehen.

 

 

 

Karin Kiesele, Kommunikationswissenschaftlerin (B. A.), zertifizierter Personal & Business Coach, zertifizierte Trainerin, NLP Practitioner, Resilienztherapeutin, Mitglied im Deutschsprachigen Dachverband für Positive Psychologie e. V.
www.karin-kiesele.de 
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Andrea Schlösser, Coach und Supervisorin DGSv, Mediatorin BM, zertifizierte Trainerin, NLP Master
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2018 erschien ihr gemeinsames Buch Job-Coaching bei Junfermann.