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Was man so alles mit einem roten Tuch anstellen kann

Demnächst geht es in die Druckerei: Al Weckerts neuestes Buch „Der Tanz auf dem Vulkan“. Es geht um Gewaltfreie Kommunikation und Neurobiologie in Konfliktsituationen und das Buch wird eine ganz besondere Beilage haben: ein rotes Tuch, 70 x 70 cm groß.

Für uns als Verlag ist das ein absolutes Novum. CDs oder DVDs beilegen – ein „alter Hut“. Auch Karten in allen Varianten hatten wir schon oder Aufkleber. Und jetzt also ein Tuch. Wo lässt man ein solches Tuch herstellen? Wie packt man es mit dem Buch zusammen? Alles Fragen, die für uns ganz neu waren und die wir klären mussten.

Die entscheidende Frage jedoch ist: Was macht man denn mit diesem Tuch? Nachdem einige Muster im Verlag eingetroffen waren, sind wir kreativ geworden. Hier einige Anregungen:

1. Als Halstuch (nötigenfalls auch als Gesichtsmaske)

 

2. Als Deckchen, auf das man Blumentöpfe o.Ä. stellen kann,
zur Verschönerung des Büros

 

 

3. Als modisches Kopftuch, um die Frisur vor
dem wechselhaften ostwestfälischen Wetter zu schützen

 

4. Als elegantes Hüfttuch

 

5. Als Stirnband

 

 

 

6. Als Abdeckung für viel beanspruchte Bürostühle

 

 

7.Als Schutzhöhle für verängstigte Kuscheltiere

8. Als Fußmatte

 

 

9. Zum Überdecken der Unordnung auf dem Schreibtisch

10. Zum Einsatz im Stierkampf

 

 

 

 

11. Als Fahne

 

 

 

 

12. Die Giraffe gibt schon einen Hinweis: zum Einsatz in der Gewaltfreien Kommunikation

 

Und genau diese letztgenannte Einsatzmöglichkeit geht es Al Weckert. Er hat einige Übungen entwickelt, in denen ein rotes Tuch vonnöten ist. Geübt wird in der Regel in Dreiergruppen: Eine Person bringt einen Fall, ein Konfliktthema ein und stellt sich auf das rote Tuch. Eine zweite Person hört ihr empathisch zu; eine dritte Person beobachtet das Geschehen. Wenn für die Falleinbringerin das Thema gelöst ist, bewegt sie sich vom roten Tuch herunter.

Das ist natürlich eine stark verkürzte Darstellung. Die ausführliche Anleitung, verschiedene Übungsvarianten sowie das notwendige Hintergrundwissen finden Sie in „Der Tanz auf dem Vulkan“. Das Buch wird Ende September 2012 erscheinen. Weitere Informationen zu Al Weckert finden Sie auf seiner Website  www.empathie.com.

… und wenn Sie dann das Buch gekauft haben und das beigelegte rote Tuch in Händen halten, dann können Sie sich immer noch überlegen, ob Sie es im Sinne des Erfinders (also im Sinne von Al Weckert) einsetzen wollen – oder ob Sie sich von unseren Anwendungsmöglichkeiten inspirieren lassen und ganz eigene Ideen entwickeln. Wenn Sie weitere Ideen haben, dann mailen Sie mir gerne Ihre Fotos.

Die erste iPhone App bei Junfermann

Al Weckert ist ein begeisterungsfähiger Autor, der die um neue Ideen verlegen ist. Auf ihn geht die jüngste Entwicklung in unserem Programmsegment zurück. Als wir uns im letzten Sommer in Berlin trafen, erwähnte er eher en passant, dass die Inhalte der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) doch prächtig dafür geeignet seien, als App für das iPhone aufbereitet zu werden. Eine Art Tool, um sich selbst über seine Gefühle und die damit verbundenen Bedürfnisse zu befragen. Mir leuchtete das sofort ein – der Mehrwert gegenüber dem herkömmlichen Buch ist evident: Man kann es in jeder Situation sofort und ungefiltert einsetzen und man kann die Ergebnisse archivieren, sich wiederholt ansehen und über einen längeren Zeitraum hinweg sogar Häufigkeitswerte bestimmen lassen. Unsicher war ich mir allerdings, ob Junfermann der richtige Anbieter für solch ein Produkt wäre; schließlich sind wir immer noch und zuallererst ein Verlag und kein Programmierschuppen. Andererseits – wenn es zutrifft, dass Verlage in (wenngleich ferner) Zukunft eher Inhalte als Bücher anbieten, warum dann nicht einmal einen Testlauf in diesem neuen Feld versuchen, mit einem Produkt, dessen Idee überzeugt?

Wir machten uns also auf die Suche nach Partnern, die die Technik und das Design solcher Produkte beherrschen – und nach einem Angebot, das das wirtschaftliche Wagnis in verantwortbaren Grenzen hielt. Die Spannweite bei den Preisvorstellungen der unterschiedlichen Anbieter war beeindruckend. Schön ist die kurze Entwicklungszeit eines solchen Produkts. Nachdem Al Weckert das Konzept und die Inhalte mit uns abgestimmt hatte und wir die technische und gestalterische Betreuung mit unserem Schwesterunternehmen Junfermann Druck & Service sowie der Agentur Rheingans in Bielefeld in guten Händen wussten, begannen wir Anfang Dezember ernsthaft mit der Arbeit – Ende Februar war die App marktreif.

Herzstück der App ist eine intuitiv zu bedienende Datenbank, mit der sich die Nutzer in kürzester Zeit auf Basis der GFK Klarheit über ihre aktuellen Gefühle, Bedürfnisse und ihr Körperbefinden verschaffen können. Das Training der Selbstempathie, des einfühlsamen Zuhörens und des achtsamen Sprechens gehört zu den wesentlichen Elementen der GFK. Beliebte Bestandteile der GFK-Übungspraxis – z.B. das Empathie-Tagebuch oder die Übung „Celebration of Life“ – sind dadurch mit dem Mehrwert einer intelligenten Datenbank für den Alltagsgebrauch verfügbar.

Und kaufen kann man sie natürlich auch: http://itunes.apple.com/de/app/empathienavigator/id501063329