Zuwachs für das Junfermann-Team

Wir freuen uns, dass wir seit dem 1. September eine neue Kollegin in unserer Mitte haben:  Katharina Arnold verstärkt das Lektorat und hat sich gleich mit Engagement in ihre ersten Buchprojekte für Junfermann gestürzt.

Katharina ist Germanistin und hat ein zweijähriges Volontariat bei unserem Partnerverlag Klett-Cotta absolviert. Ihre letzte berufliche Station vor Junfermann war Weinheim, wo sie im Psychologie-Lektorat beim Beltz Verlag beschäftigt war.

„Einmal Junfermann, immer Junfermann“: Interessanterweise haben wir  kaum Fluktuation, was das Personal betrifft. Eine Kollegin ist seit über 30 Jahren bei uns, und auch alle anderen können bei der Betriebszugehörigkeit schon mindestens zweistellige Zahlen vorweisen (bis auf Verlagsleiter Stephan Dietrich, der seit 2010 bei Junfermann „an Bord“ ist – aber auch er fühlt sich in Paderborn sehr wohl).

Inzwischen haben sich bei uns einige lieb gewordene Traditionen gebildet, die wir gern pflegen und die den Zusammenhalt stärken und den Austausch fördern: So gibt es nicht nur jeden Donnerstag eine Besprechungsrunde, in der alle Mitarbeiter sagen können, woran sie gerade arbeiten, welche Probleme zu lösen sind und welche Erfolge erzielt wurden. Einmal im Monat gibt es ein Verlagsfrühstück, und die jährlichen Bummel über den Sommermarkt „Libori“ und den Paderborner Weihnachtsmarkt sowie die gemeinsame Weihnachtsfeier gehören einfach zum Verlagsleben dazu.

Liebe Katharina, willkommen also bei Junfermann – auf eine gute und lange Zusammenarbeit!

Sonnige Grüße aus dem Münsterland

Heute hielt mein Posteingang eine besonders nette Mail für mich bereit. Unsere Autorin Martina Schmidt-Tanger hatte Sonnenblumenbilder an das gesamte Verlagsteam geschickt.

Ist ja nett, könnte man meinen. Sonnenblumen sind – zumal an einem eher herbstlich-grauen Tag wie heute – ein erfreulicher Anblick. Aber musst du deshalb gleich die Öffentlichkeit darüber in Kenntnis setzen, dass du Sonnenblumenfotos bekommen hast? – Vielleicht muss ich das wirklich nicht. Aber wenn ich nun behaupte, es sind nicht irgendwelche Sonnenblumen, sondern ganz besondere: Würde das etwas ändern?

Doch was macht diese Sonnenblumen zu etwas Besonderem? Dafür muss ich auf ein großes Verlagsereignis im Februar diesen Jahres zurückkommen: auf den Junfermann-Kongress. Allen Teilnehmern, allen Referentinnen und Referenten hatten wir am Empfang ein grünes Beutelchen in die Hand gedrückt. Und in diesem Beutelchen befand sich – neben Kongressunterlagen, einer Tasse und Bonbons – ein winzig-kleines Tütchen mit Sonnenblumensamen.

Ahnen Sie etwas? Richtig: Die Saat ist aufgegangen – und zwar prächtig, wie Sie anhand der Bilder in diesem Beitrag sehen können. – Wie aus einer kleinen Tüte mit Samen so etwas Großes werden kann – dieses Erstaunen hatte Martina Schmidt-Tanger in ihrer Mail an uns geäußert. Ich finde es wunderbar, dieses schöne Feedback bekommen zu haben – und nicht nur deshalb, weil ich Sonnenblumen mag. Ich kann mir vorstellen, dass in diesem Jahr in vielen Gärten Sonnenblumen aus Junfermann-Samentütchen gewachsen sind. Aber wie so oft, wenn man etwas in die Welt rausgibt: Man erfährt eher selten, was daraus geworden ist.

 

Deshalb mein Aufruf an Sie:

Was ist aus Ihrem Junfermann-Samentütchen geworden? Liegt es eher unbeachtet in einer Ecke und wartet noch darauf, ausgesät zu werden? Oder haben sich die Samen zu prächtigen Pflanzen mit wunderbaren Blüten entwickelt? – Schreiben Sie mir. Oder besser: Schicken Sie mir den „Fotobeweis“!

Leiser arbeiten: neue Rechner für das Junfermann-Team

Jochen Martini - Herr über das momentane Chaos im Besprechungszimmer

Ein Blick in unser Besprechungszimmer sagt alles: Hier wird schwer gearbeitet, um uns auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Überall stehen Rechner und Monitore. Überall liegen Kabel und Verpackungsmaterialien herum. Mitten im Chaos der Mann, der es beherrscht: Jochen Martini. Er kümmert sich um die Installation unserer neuen Rechner, damit wir künftig (noch) schneller arbeiten können.

Und dann kommt auch für mich der Moment, mich von meinem alten, grauen Ungetüm zu verabschieden. Hektisch sichere ich noch letzte Daten von der Festplatte – und schwupps erfolgt der Austausch. – Ist der neue Rechner überhaupt eingeschaltet? Bei meinem alten gab es keinen Zweifel, denn den konnte man hören. Fast geisterhaft still ist es nun im Büro, denn auch von der Baustelle in der Nachbarschaft hört man – ausnahmsweise mal – nichts.

 

Wenn man nach Jahren den Rechner wechselt, dann merkt man erst, wie stark man sich auf dem alten Schätzchen eingerichtet hatte und was man nun alles zu tun hat, um diesen gewohnten Zustand wieder herzustellen. Und natürlich klappt nicht alles auf Anhieb, zum Beispiel die Verständigung zwischen neuem Rechner und Etikettendrucker. Aber schließlich sind wir ein Verlag für Kommunikation – und so ist auch dieses Missverständnis bald behoben.

Heute, am zweiten Tag, habe ich mich fast schon gewöhnt an den neuen Rechner. Und auch bei den Kolleginnen scheint langsam Normalität einzukehren. Das ist auch gut so, denn der nächste Wechsel steht bevor: Ende des Monats kommt eine neue Telefonanlage.

Und jedes Jahr auf ein Neues … Ein Ausblick auf die Frankfurter Buchmesse

Es ist Anfang September, und in Gedanken sind wir längst mitten im Oktober angekommen, denn dann fällt der Startschuss für die diesjährige Frankfurter Buchmesse. An was müssen wir alles denken? Was müssen wir alles mitnehmen, im Vorfeld bestellen oder gar in Auftrag geben? Wie war das doch noch gleich im letzten Jahr? Hat die Logistik geklappt? Hatten wir die „richtigen“ Bücher für unsere Interessenten dabei oder fehlte ein wichtiger Titel, nach dem häufig gefragt wurde? Welche Termine mit wichtigen Autoren, Übersetzern oder Geschäftspartnern sind noch nicht bestätigt worden? Wer macht wann Standdienst, tja, und wie war das noch mit dem Stand? War unser Stand gut zu finden?

Und vor allem: Werden die ersten Herbstnovitäten noch rechtzeitig aus der Druckerei kommen, um erstmalig vorgestellt zu werden?

Dies ist nur ein kleiner Bruchteil all der Fragen, die uns in den kommenden Wochen beschäftigen werden. Und wie im vergangenen Jahr werden wir alles mehrfach durchdacht und überprüft haben, auf Nummer sicher gegangen sein und nicht das Geringste vergessen haben. Wir sind ein eingespieltes Team, und ohne ein solches Team, bei dem alle an einem Strang ziehen, geht es einfach nicht. Jeder hat seine Aufgaben, und wir halten uns gegenseitig auf dem aktuellen Stand.

Apropos Stand: Sollte auch Sie der Weg auf die Frankfurter Buchmesse führen, so kommen Sie doch an unserem Stand vorbei. Sie finden und ins Halle 3.1, D 175. Wir freuen uns sehr, wenn Sie uns besuchen kommen.

Der Junfermann-Messestand 2011

Aber so weit sind wir ja noch nicht. Gerade haben wir die Titelliste zusammengestellt und uns für 52 Titel aus den Bereichen Coaching, Kommunikation, Therapie und Lebenshilfe entschieden. Dieses Jahr nehmen wir auch alle Karteikartenboxen mit, nachdem wir im letzten Jahr so häufig darauf angesprochen wurden. Die Werbemaßnahmen wie Flyer, Anzeigen und Werbeplatten sind in Auftrag gegeben. Terminanfragen kommen nach und nach und füllen so manchen Kalender. Vor uns liegt noch eine anstrengende Zeit, die wir aber auch genießen werden. Und nach fünf Tagen Buchmesse sind wir zwar alle erschöpft, reisen aber mit vielen neuen Eindrücken und Kontakten nach Hause, und freuen uns dann schon auf den Oktober 2013, wenn es wieder heißt: Die Frankfurter Buchmesse 2013 öffnet ihre Tore.

Kommunikation & Seminar 4/12: Was uns antreibt

Soll ich noch diesen Blog-Beitrag fertig schreiben? Oder in aller Ruhe den Rechner herunterfahren und Feierabend machen? Hmm … dann hab ich morgen weniger Zeit. Und das Gefühl, wenn man etwas abgeschlossen hat, ist ja durchaus befriedigend.

Also, innerer Schweinehund, gedulde dich noch ein bisschen bis zum Feierabend!

„Was uns antreibt“ – Gefühle, Werte, Motivation … das ist der Titel der kommenden Ausgabe 4 unserer Zeitschrift „Kommunikation & Seminar“, die am 28. August erscheint.

Vor ein paar Jahren war der Begriff Motivationstraining ein bisschen anrüchig besetzt. Dubiose Trainer versprachen in großen Motivationsshows viel und hielten wenig, mit „Tschakka“-Rufen und Feuerlaufen sollten Unlust und das Gefühl „Das-kann-ich-nicht“ für immer der Vergangenheit angehören.

Heute geht man nachhaltiger und werteorientierter mit dem Thema Motivation um. Was das für Organisationen und Unternehmen bedeuten kann, aber auch, wie man eine gesunde Balance erhält (Stichwort Übermotivation – Burnout) und welche Rolle die Sinnerfülltheit des eigenen Tuns spielt, lesen Sie in Kommunikation & Seminar.

Möchten Sie sich über unsere Zeitschrift informieren? Das geht hier: www.ksmagazin.de

Möchten Sie ein kostenloses Probeheft lesen?

Oder sind Sie jetzt sogar motiviert zu einem Probeabo?

Wir freuen uns auf neue Leser & Feedback.

So, Feierabend 🙂

 

Was man so alles mit einem roten Tuch anstellen kann

Demnächst geht es in die Druckerei: Al Weckerts neuestes Buch „Der Tanz auf dem Vulkan“. Es geht um Gewaltfreie Kommunikation und Neurobiologie in Konfliktsituationen und das Buch wird eine ganz besondere Beilage haben: ein rotes Tuch, 70 x 70 cm groß.

Für uns als Verlag ist das ein absolutes Novum. CDs oder DVDs beilegen – ein „alter Hut“. Auch Karten in allen Varianten hatten wir schon oder Aufkleber. Und jetzt also ein Tuch. Wo lässt man ein solches Tuch herstellen? Wie packt man es mit dem Buch zusammen? Alles Fragen, die für uns ganz neu waren und die wir klären mussten.

Die entscheidende Frage jedoch ist: Was macht man denn mit diesem Tuch? Nachdem einige Muster im Verlag eingetroffen waren, sind wir kreativ geworden. Hier einige Anregungen:

1. Als Halstuch (nötigenfalls auch als Gesichtsmaske)

 

2. Als Deckchen, auf das man Blumentöpfe o.Ä. stellen kann,
zur Verschönerung des Büros

 

 

3. Als modisches Kopftuch, um die Frisur vor
dem wechselhaften ostwestfälischen Wetter zu schützen

 

4. Als elegantes Hüfttuch

 

5. Als Stirnband

 

 

 

6. Als Abdeckung für viel beanspruchte Bürostühle

 

 

7.Als Schutzhöhle für verängstigte Kuscheltiere

8. Als Fußmatte

 

 

9. Zum Überdecken der Unordnung auf dem Schreibtisch

10. Zum Einsatz im Stierkampf

 

 

 

 

11. Als Fahne

 

 

 

 

12. Die Giraffe gibt schon einen Hinweis: zum Einsatz in der Gewaltfreien Kommunikation

 

Und genau diese letztgenannte Einsatzmöglichkeit geht es Al Weckert. Er hat einige Übungen entwickelt, in denen ein rotes Tuch vonnöten ist. Geübt wird in der Regel in Dreiergruppen: Eine Person bringt einen Fall, ein Konfliktthema ein und stellt sich auf das rote Tuch. Eine zweite Person hört ihr empathisch zu; eine dritte Person beobachtet das Geschehen. Wenn für die Falleinbringerin das Thema gelöst ist, bewegt sie sich vom roten Tuch herunter.

Das ist natürlich eine stark verkürzte Darstellung. Die ausführliche Anleitung, verschiedene Übungsvarianten sowie das notwendige Hintergrundwissen finden Sie in „Der Tanz auf dem Vulkan“. Das Buch wird Ende September 2012 erscheinen. Weitere Informationen zu Al Weckert finden Sie auf seiner Website  www.empathie.com.

… und wenn Sie dann das Buch gekauft haben und das beigelegte rote Tuch in Händen halten, dann können Sie sich immer noch überlegen, ob Sie es im Sinne des Erfinders (also im Sinne von Al Weckert) einsetzen wollen – oder ob Sie sich von unseren Anwendungsmöglichkeiten inspirieren lassen und ganz eigene Ideen entwickeln. Wenn Sie weitere Ideen haben, dann mailen Sie mir gerne Ihre Fotos.

Die Buchhandelslandschaft aus der Sicht des Vertriebs

 

Viel wurde und wird in den letzten Jahren über den Buchhandel gesprochen und geschrieben. Wenn man dem Szenario Glauben schenken mag, so wird es in spätestens zehn Jahren keine Buchhandlung mehr geben, da alles über das Internet bestellt wird. So zeigt es das derzeitige Barometer. Die Frage ist auch noch: Gibt es dann noch „richtige“ Bücher oder nur noch die derzeit „gehypten“ E-Books, die das Lesen an jedem Ort und zu jeder Zeit so unendlich erleichtern? Schaut man genauer hin, so merkt man schnell, dass es sich dabei um Zukunftsvisionen handelt, die wir heute noch verändern können. Dies wird aber nur im Zusammenspiel zwischen Verlag, Buchhandel und Kunden möglich sein, denn je mehr der Kunde das Gefühl hat, die Themen für die er sich interessiert nicht im Buchhandel anzutreffen, desto eher wird er ins Internet auf die einschlägig bekannten Seiten gehen, um dort zu ordern.

In meiner Funktion als Vertriebsleiterin bereise ich die Buchhandlungen in Deutschland und Österreich. Mein Gebiet ist also riesig und ich bilde mir ein, mir eine Meinung über den aktuellen Buchhandelsstand machen zu können. Im Grunde unterscheiden sich die Österreichischen Buchhandlungen nur ganz gering von den Deutschen, und auch in Deutschland gibt es von Nord nach Süd und von West nach Ost eine leichte Zeitverzögerung in den Veränderungen. Generell kann ich aber sagen, dass es da draußen eine ganze Menge Buchhandlungen gibt, die aus der Masse herausstechen und jeden Tag motiviert und aufgeschlossen ihre Geschäfte für den Kunden öffnen. Es gibt eine ganze Reihe an außerordentlich interessierten Buchhändlern, die mit einem großen Wissen und mit viel Liebe auch an die schwierigsten Themen herantreten und nicht jeden Tag die Endzeitstimmung im Kopf haben.

Da gibt es die Buchhändlerin, die schon seit 25 Jahren die Psychologische Fachbuchabteilung in einer eigentümergeführten Buchhandlung leitet und dies nach wie vor mit ganz viel Enthusiasmus und Spaß an der Arbeit. Die jeden Tag gerne zur Arbeit geht und sich über Fragen von Kunden freut. Oder nehmen wir die Auszubildende, die sich in der Psychologie zu Hause fühlt und davon träumt, später einmal diese Abteilung zu leiten. Sie hat ein konkretes Ziel vor Augen. Sollen wir dieses zerstören, indem wir den Buchhandel schon totsagen, bevor es soweit ist?

Natürlich wird es nicht einfacher und die gesamte Situation im Handel hat sich durch das Internet verändert, aber das wissen wir doch nicht erst seit gestern.

Wie können wir dem also entgegentreten? Indem wir nach wie vor unsere Bücher in unserer Buchhandlung des Vertrauens kaufen. Auch wenn der Titel vielleicht extra für uns bestellt werden muss, kostet uns das keinen Cent extra. Der Buchhandlesservice ist in den letzten Jahren so gut geworden, das wir innerhalb von 24 Stunden mit dem Buch rechnen können, und wenn wir es einmal nicht am nächsten Tag in die Stadt schaffen, dann wird uns das Buch auf Wunsch sogar portofrei zugeschickt oder solange im Abholfach aufbewahrt, bis wir Zeit finden. Vergessen sollten wir auch nicht die besonderen Empfehlungen der Buchhändler, wenn wir auf der Suche nach einem Titel zu einem bestimmten Thema sind. Die Bestseller zu verkaufen ist keine Kunst, aber das Besondere herauszusuchen, das macht den guten Buchhändler aus. Schließlich möchten wir zu Hause ja auch nicht alles auf dem elektronischen Wege abhandeln. Oder schreiben Sie Ihrer Frau oder Ihrem Mann eine E-Mail anstatt mit ihr/ihm persönlich zu sprechen?

Stille Stars?

In jedem neuen Programm gibt es Titel, auf denen besondere Hoffnungen ruhen. Da kommt vielleicht von einer Autorin mit großer „Fangemeinde“ ein neues Buch – und natürlich erwarten wir, dass es sich zumindest ähnlich gut verkauft wie seine Vorgänger. Oder da gibt es ein ganz aktuelles Thema, mit dem sich viele Menschen beschäftigen – und glücklicherweise können auch wir ein Buch dazu ankündigen. Und natürlich wünschen wir uns, dass das Thema wirklich so gefragt ist, wie wir denken.

Spitzentitel – so nennt man wohl die Bücher, von denen man sich so viel erwartet. Doch ein Frühjahrs- oder Herbstprogramm umfasst 12-15 neue Bücher. Und nicht alle können Spitzentitel sein, denn jede Spitze braucht auch eine mehr oder minder breite Basis. Und die Basis des Gesamtprogramms ist eine gut gepflegte Backlist: Thematische Schwerpunkte müssen durch ein breites und in die Tiefe gehendes Titelspektrum ausgebaut werden. Und ganz wichtig: Eine gute Backlist muss auf dem aktuellen Stand gehalten werden. Also müssen in der Programmplanung auch immer Titel berücksichtigt werden, die z.B. einen Themenschwerpunkt gut ergänzen, gut in eine Reihe passen, einen neuen interessanten Akzent setzen oder ein Thema aus einer etwas anderen Perspektive beleuchten.

Wir wünschen uns natürlich, dass alle unsere Bücher Erfolg haben. Und selbstverständlich tun wir auch etwas dafür: durch Marketingmaßnahmen, Pressearbeit und vertriebliche Aktivitäten. Und dennoch geht nicht immer alles so auf, wie wir uns das vorstellen. Das vermeintlich interessante Thema findet nicht ganz so viel Resonanz wie erwartet oder die Fangemeinde kauft dann doch nicht jedes Buch.

Aber immer wieder passiert auch das: Ein Blick auf die Verkaufszahlen offenbart angenehme Überraschungen. Natürlich, auch Titel XY hat Potenzial, sonst wäre er schließlich gar nicht ins Programm gekommen. Aber nach der Vorankündigung gab es keine große Nachfrage nach Rezensionsexemplaren und auch die Vorbestellungen waren eher mittelmäßig. Doch zwei bis drei Monate nach Erscheinen zeigt sich bei so manchem Buch plötzlich eine ganz unerwartete Dynamik. Es gibt richtig ordentliche Verkaufszahlen – und: Sie erweisen sich als stabil. Das sind für mich die stillen Stars im Programm, Bücher, die ohne großes Getöse ihren Weg machen.

Und welches sind meine aktuellen stillen Stars? – Ganz besonders hervorheben möchte ich diesmal zwei Titel, die Ende letzten Jahres ausgeliefert wurden und mir seither richtig viel Freude bereiten:

 

Luc Nicon, Befreit von alten Mustern
Natürlich kommt der Erfolg dieses Buches nicht von ungefähr, denn Monika Wilke, die Übersetzerin, ist selbst Tipi-Trainerin und tut ganz viel dafür, dass die Methode im deutschen Sprachraum bekannt wird. Ich selbst wurde z.B. seinerzeit durch eine Telefon-Session von der Wirksamkeit überzeugt. Und trotzdem: Dass ein bis dahin in Deutschland unbekannter Autor und eine neue Methode gleich so viel Zuspruch finden, ist sehr beachtenswert.

 

Fritz & Ingrid Wandel, Alltagsnarzissten
Als vor noch gar nicht so langer Zeit ein gewisser Herr zu Guttenberg wieder den Schritt in die Öffentlichkeit wagte, sagte mir Fritz Wandel, dass es in seinem Buch ja genau um diesen Persönlichkeitstypus gehe: Um sehr überzeugend wirkende Blender, die es nicht sonderlich kümmert, welche Nebenwirkungen auf andere ihre Performance hat. Also liegt der Erfolg von „Alltagsnarzissten“ daran, dass in dem Buch ein ungeheuer aktuelles Thema aufgegriffen wird? Oder liegt es vielmehr daran, dass beide Autoren stark in der TA-Gemeinde verwurzelt sind? – Es wird wohl eine Mischung aus beidem sein.

Nachruf auf Klaus Marwitz

Wir erhielten die traurige Nachricht, dass Klaus C. Marwitz am 15. Juni 2012 nach längerer Krankheit verstorben ist. In den 1990er-Jahren hat er wesentliche Impulse zur programmatischen Entwicklung des Junfermann Verlages gegeben und ist als Autor, Herausgeber einer Buchreihe und Ideengeber für neue Themen für alle sichtbar in Erscheinung getreten.

Ohne ihn würde es vermutlich „Kommunikation & Seminar“ (früher „MultiMind“) nicht geben. Er hat die Zeitschrift aufgebaut und war von 1992 bis 1999 ihr Herausgeber.

Methoden ganzheitlichen, gehirngerechten Lernens zu verbreiten war Klaus C. Marwitz als Pädagoge ein großes Anliegen. So fanden z.B. Titel zum MindMaping ihren Weg in das Programm, genauso wie Paul Scheeles Bestseller „PhotoReading“. Mit seinen eigenen Büchern, „Happy Selling“ und „Lean Company“, war er immer nah am Puls der Zeit, denn in den 1990er-Jahren wurden viele neue Konzepte für Business und Management diskutiert und umgesetzt. Besonders das Modell der „Lernenden Organisation“ hat Klaus C. Marwitz sehr am Herzen gelegen.

Auch wenn die Verbindung zwischen ihm und dem Verlag in den letzten Jahren nicht mehr ganz so intensiv war: Er hat deutliche Spuren hinterlassen und sein kreativer Geist wird uns fehlen.

Eins sein mit meinem Körper …

… lautet der Titel der neuen Ausgabe von „Kommunikation & Seminar“, die am 28. Juni erscheint.

Klingt toll, ist aber gar nicht so einfach, Eins zu sein mit dem eigenen Körper: Zu groß, zu klein, zu dick, zu dünn, und woher kommen eigentlich die seit Tagen quälenden fiesen Kopfschmerzen?

Es lohnt sich, einen Blick auf das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele zu werfen. Seelische Ursachen für körperliche Beschwerden zu suchen, das ist uns bekannt: Vielleicht sind die Kopfschmerzen nicht Auswirkung einer Verspannung, sondern physischer Ausdruck eines Problems (z.B. des andauernden Streits mit der Kollegin)?

„Der Körper ist Bühne der Gefühle“, schreibt unser Autor Michael Bohne. Über den Körper können wir in Kontakt mit unserer Seele kommen, tiefliegende Probleme erkennen und lösen – und unsere Kraft und Einzigartigkeit wieder spüren. Nicht umsonst setzen viele Trainer und Coaches in der Arbeit mit ihren Klienten nicht nur auf das Gespräch und auf „geistige“ Übungen, immer mehr wird auch der Körper mit einbezogen. Einige der vielen Möglichkeiten  stellen wir in der neuen K&S vor.

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