Podcast-Folge 83: Apropos … Mimik, Gestik, Sprache!

Der Ton macht die Musik. Wir teilen uns nicht nur über Sprache mit, sondern auch über die Gestik. Der Trainer für Gewaltfreie Kommunikation (GFK) und Mimikexperte Al Weckert aus Berlin beschäftigt sich mit den Zwischentönen, die wir mit unserer Gestik beim anderen hinterlassen. Wie sagen wir es und was sagen wir wirklich? Diese Folge spürt einer einfühlsamen Kommunikation nach, einem achtsamen Zuhören und Antworten und einer Sprache, die es uns erleichtern kann, unsere und die Bedürfnisse des anderen zu erfüllen.

GFK birgt große Chancen für die Arbeitswelt

Al Weckert

Die GFK bietet große Chancen für die Arbeitswelt. Wie oft funktioniert die Kommunikation da nicht – mit den Kollegen, mit dem Chef. Da kommen Botschaften oft nicht richtig an oder es wird einfach geschluckt, ohne die eigenen Bedürfnisse zu hinterfragen. Unangenehme Emotionen lösen negative Gefühle wie Wut oder Angst aus. Sie und damit auch die eigenen Bedürfnisse und die des anderen wahrzunehmen ist ein erster Schritt, um sich auf Augenhöhe zu begegnen und Lösungen für einen Sachverhalt zu finden. Die Mimikresonanz ist dabei ein wertvolles Tool, das die GFK ergänzt. In der Folge verhilft die Kombination beider, die Gesundheit am Arbeitsplatz zu erhalten und Fehlzeiten minimieren.

In die Mimikresonanz gehen

Die vier Schritte in der GFK – sie fußen auf der werttfreien Beobachtung einer Situation, der Wahrnehmung von Gefühlen, der Benennung der eigenen Bedürfnisse und der Formulierung einer Bitte. Alles fußt darauf, dass wir etwas aufgrund von Bedürfnissen tun und nicht auf der Basis von Richtig und Falsch. Das Ziel: Situationen zu schaffen, in denen Bedürfnisse auf beiden Seiten erfüllt werden können. Dies als Hilfe zur Selbsthilfe, die sogar recht schnell und mit großer Wirkung erlernbar ist. Dabei hilft die Mimikeresonanz. Sie erleichtert das Nachspüren von Gefühlen.

Worte und ihre Darstellung sind zwei verschiedene Informationskanäle. Mit Körpersprache – der Gestik und Mimik im Gesicht – können wir schneller eine Verbindung zum anderen herstellen als nur mit Worten. Inkongruenzen, Unstimmigkeiten, zwischen der Körpersprache und dem Gesagten stören die Verbindung. Sie bewusst wahrzunehmen und in eine stimmige Reaktion mit unserem Körper zu bringen, bzw. sie an unserem Gegenüber zu erkennen, erleichtert die Kommunikation gewaltig. Durch die bewusste Wahrnehmung von Emotionen auch auf der körperlichen Ebene, können wir und kann sich unser Gegenüber authentischer mitteilen. Voraussetzung dafür ist ein aktives Zuhören und ein tieferes in sich und den anderen Hineinspüren.

„Diese kombinierte Methode von GFK und Mimik führt zu Dankbarkeit und Freude beim anderen, weil er sich verstanden fühlt und zeigen kann, was ihn wirklich bewegt“, ist Al Weckert überzeugt.


Al Weckert ist von Hause aus Volkswirt und arbeitet mit der Gewaltfreien Kommunikation überwiegend in großen Unternehmen und Organisationen. Dort bildet er Mitarbeiter und Führungskräfte im Umgang mit schwierigen Gesprächssituationen aus, zum Beispiel im Change Management, in Service Centern, IT-Abteilungen, Behörden und Krankenhäusern. www.empathie.com

Tipp: GFK-Online-Seminar „Grundlagen der Gewaltfreien Kommunikation“ in Zusammenarbeit mit dem Junfermann Verlag.

 

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